15.05.18 17:33
Deutsche Meisterschaft MÜ55: Länge ist durch nichts zu ersetzen
von MARTIN JUNG



Die SG BC Darmstadt/TG Hochheim belegte einen zwölften Platz bei den Deutschen Meisterschaften Ü55

Am 12. und 13. Mai gingen sechzehn Teams aus ganz Deutschland an den Start, um den Deutschen Meister in der Altersklasse Ü55 zu küren. Zum ersten Mal nahmen die Grey-Hawks in der Spielergemeinschaft SG BC Darmstadt / TG Hochheim an den Deutschen Meisterschaften teil.

Die Rahmenbedingungen für die SG Darmstadt/Hochheim waren nicht günstig, denn berufsbedingt und durch Trainingsverletzungen fiel leider schon vor der Fahrt fast die gesamte Centerriege aus. Wie sich dann im Turnierverlauf bestätigte, kann Länge durch nichts ersetzt oder trainiert werden.

Im ersten Spiel traf man auf den sechsten der DM 2017 Möhringen/Tübingen. Die SG Darmstadt/Hochheim startete furios, übernahm gleich die Führung und konnte diese bis zu zwölften Minute der zweiten Halbzeit auf 17:11 ausbauen und es roch nach einer Überraschung. Aber mehr und mehr Rebounds gingen verloren und der Ball wollte einfach nicht durch den Ring. Ein 9:0 Run der Möhringer brachte die Wende und die SG konnte nicht mehr kontern. So ging das Spiel knapp mit 13:19 verloren.

Nicht leichter war die Aufgabe in Spiel zwei gegen den Dritten der DM Charlottenburg. Mit John Dronsella und Lutz Wadehn standen mal gleich zwei ehemalige Nationalspieler der SG Darmstadt/Hochheim im Weg. Fünf Minuten lang konnte die SG den Gegner ärgern und 12:8 in Führung gehen, dann aber spielte der Turnierfavorit mal richtig Defense und erlaubte den Darmstädter/Hochheimer nur noch drei Punkte, während bei ihnen das Bällchen jetzt durch die Reihen lief und Charlottenburg ungefährdet 33:15 gewann.

Gegen den Veranstalter und Turnierneuling Langendreer hoffte die SG nun auf den ersten Sieg. Nicht nur bei der Vorbereitung und der super Organisation des Turniers hatten die Gastgeber ihre Hausaufgaben gemacht, auch auf dem Feld war Langendreer besser organisiert und erfolgreicher. Ein guter Starter scheint die SG Darmstadt/Hochheim zu sein, aber danach... mit 8:4 führe man wieder, aber dann nutzte der Gastgeber seine körperliche Überlegenheit konsequent aus. Zu allem Überfluss zog der einizige Darmstädter Center Thomas Zipf sich einen Muskelfaserriss zu und fiel für den Rest des Turniers aus. Gute Besserung! Bei einem 14:29 Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit war die Luft raus. Beide Teams ließen noch ein paar Punkte zu, so dass die 27:35 Niederlage noch recht überschaubar war.

Als Vierter der Gruppe C spielte die SG gegen den Dritten der Gruppe D Germering. Der gute Start war wieder programmiert, 12:6 hieß es nach sieben Minuten. Wie auch in den anderen drei Partien übernahm der Gegner zum Ende der Halbzeit die Führung. Ein Buzzer Beater von Rüdiger Plenz rüttelte das Team wieder auf. Sieben Punkte in Folge von Martin Jung hielten das Team in der zweiten Halbzeit weiter im Spiel und die SG Darmstadt/Hochheim ging wieder in Führung. Erst kurz vor Schluss konnte Germering zum 29:29 ausgleichen und es ging in die Verlängerung. Dort zahlte sich das gewohnt gute Starten der SG Darmstadt/Hochheim aus. Mit sechs Punkten gingen die Hessen in Führung und gewannen nach drei Minuten mit 37:35 ihr erstes Spiel.

Auf der anschießenden Players Party konnten dann die Reserven mit reichlich iostonischen Getränken und Speisen aufgefüllt und die Spiele diskutiert werden. Der Sonntag mit den Platzierungsspielen stand dann unter dem Motto "Der Geist war willig, aber das Fleisch war schwach" oder die Gegner noch länger und die Sprungkraft noch geringer.

Gegen Kronshagen/Lübeck "rannte" die SG Darmstadt/Hochheim einem Rückstand hinterher und unterlag klar mit 28:14. Im Spiel um Platz 11 wollte die SG Darmstadt/Hochheim noch einmal alles geben, aber der Kräfteverschleiß war genauso hoch wie die körperliche Überlegenheit der Magdeburger. Das Spiel endete 26:43.

Trotz der fünf Niederlagen bei einem Sieg kehrte die SG Darmstadt/Hochheim mit einem zwölften Platz zufrieden aus Langendreer zurück. Gerüchten zu Folge gab es Mannschaften mit drei Siegen und drei Niederlagen, die hinter der SG Darmstadt/Hochheim das Turnier beendete. Man muss halt die richtigen Spiele gewinnen. Das Turnier gewann am Ende knapp die SG DJK Köln Nord mit Ex-Nationalspieler Michael Tappert gegen die SG Friesen Telgte/Saarlouis.

Danke an den Veranstalter Langendreer für den reibungslosen Ablauf und das tolle Wochenende.

Es spielten: Jogi Tröller (15), Florian Bieber (17), Dieter Neff, Stefan Ihringer (2), Hans Heller (33), Klaus Doesseler (3), Rüdiger Plenz (17), Martin Jung (25), Michael Erlenbach (24), Ralf Schimke (4) und Thomas Zipf(14)

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