14.05.19 21:21
„The wind of change“ bringt den Pokal ins Rhein Main Gebiet
von SONJA MAX





Ü45 w gewinnt Deutsche Meisterschaft

Durch blühende Landschaften und große Windparks fuhren neun ältere Mädels aus Hochheim, Mainz, Langen, Sandhausen und Nieder-Olm, die in irgendeiner Konstellation in der Vergangenheit entweder bei der TG Hochheim oder dem ASC Mainz zusammengespielt haben, am Freitag in die schöne Stadt Halle an der Saale.
Dort warteten supernette Gastgeberinnen, die in sehr angenehmer Atmosphäre ein tolles Ü45-Turnier organisiert haben. Da die Finalistinnen der Deutschen Meisterschaft des Vorjahres nicht antraten, waren die Hochheim & Friends die theoretischen Favoritinnen.
Aber Seniorinnenmeisterschaften sind immer Wundertüten. Man weiß nie, welche Mannschaft nicht noch irgendwelche Basketball-Koryphäen ausgräbt. Auch die Stärke des Ü45-Neulings, der BG Bonn war unbekannt.
Die ersten Gegnerinnen der Weinstädterinnen waren alte Bekannte aus dem Saarland. Die Ärmsten konnten nur sechs Spielerinnen aufweisen. Das bedeutete, wer am Ende den längeren Atem hatte, könnte das Spiel entscheiden. Im Spiel zeigte sich aber recht schnell, dass wir von Beginn an stärker waren. Kaum zu glauben aber wahr, wir liefen ihnen davon und hatten sogar einige Fast-Breaks. Wobei erfahrungsgemäß alleine gegen den Korb der Ball am Schwersten unterzubringen ist
Bereits nach der ersten Hälfte lagen wir mit 23:9 in Führung. Noch konnten wir nicht so richtig glauben, dass es so gut lief, aber der Flow ließ auch in der zweiten Hälfte nicht nach. Endstand 48:21. Geil!
Danach hatten wir eine sehr lange Pause, die sozial genutzt wurde, bevor es hieß die alten Knochen wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Das funktionierte bei den Rheinhessinnen wohl besser als den Gastgeberinnen, die jetzt aufeinandertrafen. Auch den Hallenserinnen gelang es nicht die Sturm-und Drang-Phase zu bändigen. Wieder lagen die Hawks nach der ersten Hälfte mit über 20 Punkten vorne (32:10). Egal in welcher Konstellation wir auf dem Feld standen, es lief. Endstand: 59:21. Das bedeutete Halbfinale! Saugeil!
Unsere Gegnerinnen sollte die SG Nord/Süd sein. Davor gab es aber viel leckeres Essen und Trinken und noch andere Überraschungen.
Sonntagmorgen! 10:00 Uhr! Die Frisur sitzt, aber die Knochen schmerzen! Let`s go girls!
Es wurde das schwerste Stück Arbeit gegen die SG Nord/Süd an diesem Wochenende. Es war eine Abwehrschlacht mit vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten. Einzig Gaby kam zum Korb durch. Die erste Hälfte ging mit 11:9 an die Gegnerinnen. Trotz mahnender Worte und Motivation ging es in der zweiten Hälfte genauso weiter. Sechs Sekunden vor dem Abpfiff stand es 16:16 und die SG Nord/Süd hatte Einwurf. Wir verteidigten früh, Wanda gelang der Steal, Pass zu Isa und die versenkte ihn mit einem genialen Händchen von zwei Metern hinter der Drei-Punkte-Linie in der Schlusssirene im Korb. Buzzerbeater!!! Finale! Megageil!!!
Nachdem wir uns in diesem Spiel so schwer getan hatten, kamen neben der Hoffnung auf den Turniersieg, doch auch Ängste auf, wie anstrengend erst das Finale gegen zahlenmäßig überlegene Wolfenbüttlerinnen werden würde. Das Aufeinandertreffen im letztjährigen Halbfinale konnten wir noch für uns entscheiden.
Nach einer Pause, in der die Plätze ausgespielt wurden, ging es dann los. Taktik war: Don´t stop me now!
Wanda immer vorne weg, konnten wir gar nicht anders! Und siehe da – es funktionierte. Die Wolfenbüttlerinnen haben in der 9. Minute ihren ersten und einzigen Punkt der ersten Hälfte gemacht, wir dagegen 12.
Auch in der zweiten Hälfte ging es so weiter. Endstand 39:8!
Sieger! Superobermegageil! (Gibt es ein Emoji dafür?)
Fünf Jahre nach dem ersten Titelgewinn bei der Ü40 haben wir es erneut geschafft Deutscher Meister zu werden. Auch wenn es in einer anderen Altersklasse und mit einer zum Teil anderen Mannschaft wurde, ist es ein tolles Gefühl bei der Siegerehrung als letzte Mannschaft aufgerufen zu werden, den Applaus und auch die ehrliche Anerkennung aller anderen sowie einen Pokal und eine riesige Flasche Sekt überreicht zu bekommen.
Toll war auch der Empfang im Daubhäuschen in Hochheim, unserem „Nest“! Danke dafür! Die TG Hochheim hat immer wieder offen auch Spielerinnen, die über ihren Zenit hinaus sind aufgenommen und Möglichkeiten zum Basketballspielen aufgezeigt.
Ein riesengroßes Dankeschön auch an Wanda, die Organisatorin, Motivator, Coach, Spielerin, … in einem ist.

Es spielten: Alex Heuser (14), Gaby Jandova (49), Helga Lechte (4), Sonja Max (24), Sandra Schaaf (16), Wanda Schipler (18), Isabel Schumacher (14), Caro Stegeman (13), Miriam Thoman (7)

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