12.06.18 21:21
Oldstars in Osnabrück: Ü40 Damen mit Silbermedaille in the house!
von WANDA SCHIPLER

„Oldstars 2018“, unter diesem Motto versammelte sich am 9/10. Juni 2018 die Damen Ü40 Basketball Elite zur Endrunde der DeutschenMeisterschaft. Unter den "Final 8", den acht besten Mannschaften, war auch als Südwest-Meister die SG Hochheim/Langen/Mainz am Start, und zwar in der Konstellation 5*Hochheim, 3*ASC Mainz, 2*Langen, sowie Coach Mark Draeger.

Eine Deutsche Meisterschaft wie diese ist eine Art Mischung aus Klassentreffen und Zeitreise. Zwei Tage lang lässt man Alltag, Job, Familie stehen und liegen und schaltet auf Sportmodus. Adrenalin lässt alle Verletzungen, Wehwehchen und 40 Grad Hitze in der Halle vergessen und spätestens bei Anpfiff ist man wieder „jung“ und voll im Element. Auch wir wieder, top motiviert und bestens gelaunt.

In diesem Jahr war das Teilnehmerfeld hochkarätig wie nur selten zuvor besetzt. Alle acht Mannschaften in der Leistung dicht beieinander mit vielen bekannten Gesichtern aus Bundesliga und Nationalmannschaft, keine der Mannschaften ohne bestens besetzter Ersatzbank. Uns dämmerte, Mission Medaille könnte schwierig werden. Doch der Reihe nach:

Nicht unzufrieden mit der Gruppenauslosung trafen wir im ersten Spiel auf die SG Rott/Neuburg/Neuötting. Diese hatte sich ganz offensichtlich mit einigen Spielerinnen verstärkt und ging selbstbewusst ins Spiel. Doch Jugendarbeit können wir auch, denn mit den Rookies Melanie Lachner und Shannon Bertz hatten auch wir zwei starke Spielerinnen dazugewonnen, und unsere überragende Superwaffe Gaby Jandova hatte in der Ü40-Szene ausserhalb Hessens auch noch niemand auf dem Zettel. So lagen wir von Anfang an in Führung, bis 4 Minuten vor Schluss sogar mit 10 Punkten. Durch ein paar Unachtsamkeiten in der Defense wurde es am Ende nochmal knapp, nur mit 2 Punkten ging der erste Sieg an uns (30:28).

In Spiel 2 gegen Hörde taten wir uns auch schwer. Mit einer suboptimalen Trefferquote in der Offense mussten wir uns in der Defense den Sieg erarbeiten. Das wiederum taten wir mit Bravour. Zig blaue Flecken und Kratzer später war der Sieg mit 34:24 amtlich. Entspannt zurücklehnen konnten wir uns aber dennoch nicht, denn durch für uns ungünstige Spielergebnisse der anderen Mannschaften in der Gruppe war, wenn es dumm lief, auch das Spiel um Platz 5 für uns drin.

Um sicher im Finale zu stehen brauchten wir am nächsten Tag einen Sieg gegen den vermeintlich besten Gruppengegner, den Gastgeber Osnabrück. Wir stellten uns auf eine starke und routinierte Mannschaft ein, angeführt von ihrer littauischen Topscorerin und Dreierspezialistin Lina Darboven, die in der Tat auch diesmal vor Ehrgeiz strotzte. Bis sie auf Silke Heger und Meli Lachner traf. Ganze 3 Punkte für sie ließen die beiden zu, und auch der Rest der Osnabrücker Mannschaft hatte bei unserer konzentrierten Defense wirklich nichts zu lachen. Auch die Offense hatte diesmal ein Highlight zu bieten, Nina Weinhold schoss den eiskalten „Dreier ihres Lebens“ als Buzzer Beater vor der Halbzeit. Das Endergebnis von 25:18 bedeutete für uns: Ab ins Finale!

Dort wartete der mehrfache Deutsche Meister und Favorit aus Köln auf uns. Wir begannen frech, führten 6:0 und erzwangen sogar eine Auszeit. Immerhin. Doch im Gegensatz zu uns hat Köln noch eine bewundernswerte Trefferquote: in den entscheidenen Momenten saß dann doch der eine oder andere Dreier. Durch unsere erneut gute Defense lieferten wir trotzdem ein tolles Endspiel und waren sogar ein paar Minuten vor Schluss auf 7 Punkte dran. Die Kölnerinnen aber spielten ihre Routine aus und wurden am Schluss mit einem 38:25 Sieg zum x-ten mal Deutscher Meister.

Für uns blieb die Silbermedaille und eine tolle Turnierleistung, wir sind stolz und hochzufrieden. Der gekühlte Duschsekt schmeckte bestens.

Wir fassen zusammen und halten fest: Köln wird zwar nicht jünger, aber leider auch nicht älter, Medaillenmusik in Bronze ist gut aber in Silber klingt sie noch viel schöner, extra lange Hosen gibt es bei Pett und bis zum nächsten Jahr üben wir alle fleissig Freiwürfe.

HOSSA!

Es spielten: Susa Eick (19), Silke Heger (7), Shannon Bertz-Duffy (2), Melanie Lachner (9), Nina Weinhold (5), Daggi Gehlhaar (12), Wanda Schipler (4), Gaby Jandova (42), Helga Lechte (12), Petra Westedt (2)

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